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#024 Stillepraxis in Rune’s Garten – Bewusstseins-Werkstatt

In dieseM Impuls Teile ich meine Gedanken zu…

Eine Einladung in Wahrnehmung und Weite

In der Bewusstseins-Werkstatt verstehen wir Stille nicht als Abwesenheit von Leben, sondern als einen Raum, in dem Wahrnehmung sich klärt und Beziehung zu uns selbst vertieft. Unsere Praxis bewegt sich zwischen achtsamer Bewegung – wie Bewegungs-Yoga oder Tandava-Tanz – und dem stillen Sitzen. Im Zentrum steht eine offene Form der Meditation, die nicht an Technik gebunden ist, sondern sich aus der Erfahrung heraus entfaltet.

Diese Praxis kann als innere Landkarte dienen:

  • Wir kommen in einer aufgerichteten und zugleich gelösten Sitzhaltung an – wach, präsent und getragen.
  • Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die Kontaktpunkte des Körpers mit dem Boden und der Sitzfläche. Erdung entsteht.
  • Gedanken, Gefühle und innere Impulse werden wahrgenommen, ohne ihnen zu folgen oder sich in ihnen zu verlieren. Alles darf da sein.
  • Die Wahrnehmung ruht bei den körperlichen Empfindungen des Atems, ohne ihn bewusst zu steuern oder zu verändern.
  • Die Aufmerksamkeit weitet sich auf den gesamten Körper aus. Empfindungen erscheinen und lösen sich wieder – in ihrem eigenen Rhythmus.
  • Nun werden auch Geräusche Teil der Wahrnehmung, ohne sie zu suchen oder zu bewerten. Dazu gehören auch feine innere Hörphänomene – hochfrequente, pulsierende Klänge, die jedem Menschen zugänglich sind. „Sound of the Universe“.
  • Über das Lauschen nach innen und außen öffnet sich ein Erleben von Verbundenheit. Das Bewusstsein ruht in Weite – ohne Ziel, ohne festen Fokus. Ein stilles Verweilen im Dasein.

Aus der gelebten Stille heraus beginnt sich Wahrnehmung zu bewegen.

Was im Sitzen als Weite und Präsenz erfahrbar wird, darf nun in den Körper sinken und Ausdruck finden – nicht als Tun, sondern als Geschehenlassen. Stille bleibt dabei der tragende Raum, in dem Bewegung entstehen darf.

Tandava ist ein stiller, meditativer Tanz aus der kaschmirischen Shaiva-Tradition. Er wird nicht „getanzt“, um etwas darzustellen oder zu leisten, sondern um Bewusstsein in Bewegung zu bringen. Die langsamen, fließenden Bewegungen entstehen aus dem inneren Spüren – aus Atem, Gewicht und Präsenz.

Im Tandava darf der Körper weich werden, der Geist still, und die Bewegung folgt dem, was sich von Moment zu Moment zeigen möchte. So wird der Tanz zu einer Praxis des Ankommens im eigenen Sein, jenseits von Form, Bewertung oder Ziel.

Tandava Tanzmeditaion