Die Traumata, die in mir wirken, sind nicht bloß Schatten vergangener Ereignisse.
Sie sind wie alte Erdschichten meiner Biografie – verdichtet, geprägt, durchwirkt von Erlebnissen, die sich in Denken, Fühlen und Leib eingeschrieben haben. Manche gehören sichtbar zu diesem Leben. Andere fühlen sich an wie etwas, das ich aus weiter Ferne mitgebracht habe: Themen, Ängste, Muster, die sich nicht mit Logik erklären lassen und doch wie ein leiser Unterton in mir klingen.
Warum wende ich mich ihnen zu?
Weil ich spüre, dass in jeder Wunde nicht nur Schmerz liegt, sondern auch ein Keim.
Ein Entwicklungssamen.
Ein Hinweis darauf, wo meine Seele wachsen möchte.
Jede Verletzung trägt eine Botschaft.
Sie zeigt mir, wo ich mich selbst wiederfinden darf, wo ein Stück meines Weges auf mich wartet, wo Heilung möglich wird. Wenn ich beginne, meine Traumata anzuschauen, anerkenne ich meinen Lebensweg in seiner ganzen Wahrheit – nicht nur die lichten, sondern auch die rauen Kapitel.
Vielleicht bin ich durch manche Erfahrungen gegangen, um Mitgefühl zu lernen.
Vielleicht, um meine innere Stärke zu entdecken.
Vielleicht, um Grenzen zu setzen, Selbstliebe zu üben oder später anderen Menschen Licht und Verständnis schenken zu können.
Schmerzvolle Erfahrungen definieren mich nicht – doch sie können mich lehren, bewusster Mensch zu werden.
Mein Weg besteht nicht darin, Leid festzuhalten, sondern es zu verwandeln.
Aus Angst darf Vertrauen entstehen.
Aus Ohnmacht darf Kraft wachsen.
Aus Verletzung darf Weisheit werden.
Ich möchte meine Traumata erkennen, nicht um in der Vergangenheit zu verweilen, sondern um mich von ihr zu lösen. Denn hinter jeder geheilten Wunde wartet ein Teil meiner Seele, der wieder frei atmen möchte – ein Teil, der darauf wartet, heimzukehren.
Rune’s Garten – Freiheit – Wahrheit – Liebe
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